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Museen | 04.12.2013 | 12:47

Das Korsett und seine Geschichte: Neue Ausstellung im Frauenmuseum Meran

LPA - „Der eingeschnürte Leib – Das Korsett“ nennt sich die neue Sonderausstellung im Frauenmuseum Meran. Sie wirft einen informativen und humorvollen Blick auf die Geschichte des Korsetts und wird am Freitag, 13. Dezember, eröffnet. Die Ausstellung ist Teil des Jahres des Museumsobjektes mit dem Motto „1000+1 Dinge erzählen Geschichte“.

Das Korsett ist eines der wenigen Bekleidungsstücke, die sich über Jahrhunderte auf dem Modethron halten konnten. Seine Vorläufer - Leibchen, Schnürbrust und Mieder - verstand man als Hilfen, den realen Körper in einen Idealkörper der jeweiligen Epoche zu formen. Das Anlegen des Korsetts zur Kultivierung der Körperform war kein Luxus, sondern Notwendigkeit und wurde als unbedingte Maßnahme wie die tägliche Toilette selbst angesehen.

In Zeiten einer vorherrschenden „Kultur der Kleider" und des Modediktats um die Jahrhundertwende wurden bei der Frau Körper und Körperhülle als unzertrennliche Einheit, als Teil des Frauenkörpers selbst, empfunden. Das mühsame Pressen der Oberkörper in die engen Schnürleiber hatte auch gesundheitliche Schäden zur Folge, weshalb die Geschichte des Korsetts auch eine Leidensgeschichte ist. Im übertragenen Sinne kann das Korsett als Sinnbild der Stütze aber auch der Einengung des Menschen in vielerlei Hinsicht verstanden werden.

Die neue Sonderausstellung „Der eingeschnürte Leib - Das Korsett" im Frauenmuseum Meran präsentiert die verschiedenen Korsette aus alter und neuerer Zeit und die dazugehörenden Reifröcke (Krinolinen). Sie informiert über die Geschichte dieses Modeteils, betrachtet es aus unterschiedlichen Blickwinkeln und beleuchtet auch das mit dem Korsett zusammenhängende und sich im Laufe der Jahrhunderte wandelnde Frauenbild.

In der Ausstellung sind auch Plastiken des Meraner Künstler Mario Melchiori zum Thema „Korsett Zwischen Zwang und Stütze" zu sehen, die er aus verschiedenen Materialien geformt hat. Sie regen zur Reflexion und zum Nachdenken an.

Die Ausstellung „Der eingeschnürte Leib - Das Korsett" wird am Freitag, 13. Dezember, um 19 Uhr im Frauenmuseum Meran, Meinhardstraße 2, eröffnet und kann bis 22. Februar 2014 besucht werden. Sie ist Teil des Jahres des Museumsobjektes mit dem Motto „1000+1 Dinge erzählen Geschichte".

Das Frauenmuseum Meran beschreibt mit Kleidung und Modetrends, mit Accessoires und Alltagsgegenständen die Geschichte der Frau. Dabei dienen ausgewählte Kleidungsstücke und kuriose Utensilien als Spiegel der Gesellschaft vergangener Epochen bis hin zur heutigen Zeit. Gegründet wurde das Frauenmuseum Meran 1988 von Evelyn Ortner (1944-1997). Geöffnet ist das Museum von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12.30 Uhr. Im Dezember ist das Museum von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Mehr Informationen gibt es im Frauenmuseum Meran, Meinhardstraße 2, in Meran, (Rufnummer: 0473 231216) oder im Web unter http://www.museia.it/.

Die Medien sind eingeladen,

bei der Eröffnung der Ausstellung

am am Freitag, 13. Dezember 2013, um 19 Uhr

im Frauenmuseum Meran,

in der Meinhardstraße 2, in Meran

mit dabei zu sein und darüber zu berichten.

(SAN)

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