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Museen | 27.09.2019 | 15:08

Netzwerken beim Euregio-Museumstag in Innsbruck

Die museale Arbeit zu Gedenk- und Jubiläumsjahren stand heute im Fokus des Euregio-Museumstags in Innsbruck.

(V. li.) Monika Sommer (Direktorin Haus der Geschichte Österreich, Wien), LR Beate Palfrader, Angelika Fleckinger (gf. Leiterin der Abteilung Museen des Landes Südtirol) und Claudio Martinelli (Vorstand der Kulturabteilung des Trentino) ©(V. li.) Monika Sommer (Direktorin Haus der Geschichte Österreich, Wien), LR Beate Palfrader, Angelika Fleckinger (gf. Leiterin der Abteilung Museen des Landes Südtirol) und Claudio Martinelli (Vorstand der Kulturabteilung des Trentino) ©

Seit 2010 kommen am jährlichen Euregio-Museumstag Fachleute zusammen, um sich gemeinsam mit aktuellen Themen und Entwicklungen im Museumswesen auseinanderzusetzen. Dieses Mal waren es rund 140 Teilnehmende aus Tirol, Südtirol und dem Trentino, die sich heute (27. September) im Haus der Musik in Innsbruck getroffen haben. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen, die sich in der musealen Beschäftigung mit Gedenk- und Jubiläumsjahren ergeben.

Eröffnet wurde die Fachtagung durch Tirols Kulturlandesrätin Beate Palfrader sowie Angelika Fleckinger, geschäftsführende Leiterin der Landesabteilung Museen, und Claudio Martinelli, Vorstand der Kulturabteilung des Trentino. Dabei haben sie auf die Vielfalt der Museumslandschaft der Euregio hingewiesen und den Wert des fachlichen Austauschs über die Landesgrenzen hinaus. Zum heurigen Thema des Euregio-Museumstages "Jubiläums- und Gedenkjahre: Chance und Herausforderung für Museen" – sagte Tirols Landesrätin Palfrader: "Museen spielen eine zentrale Rolle in der Erinnerungskultur. Sie prägen unser kollektives Gedächtnis und haben eine identitätsstiftende Funktion in unserer Gemeinschaft. Es gilt daher, die Museen in ihrer wertvollen Arbeit gegen das Vergessen und Verdrängen zu bestärken und sie als Orte der Aufklärung und des kritischen Diskurses zu fördern."

Themenjahr 2021: Transport-Transit-Mobilität

Die Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich in Wien, Monika Sommer, spannte im Hauptvortrag einen weiten thematischen Bogen und nannte aktuelle und historische Beispiele, wie Jubiläen und Jahrestage den öffentlichen Diskurs prägen: Beispielhaft hob sie etwa die Möglichkeit für die Geschichtswissenschaften hervor, ihren Erkenntnissen im Rahmen von Jubiläums- und Gedenkjahren zu breiter Resonanz zu verhelfen. Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion sowie ein Ausblick auf das Euregio-Themenjahr der Museen 2021 mit dem Schwerpunkt "Transport – Transit – Mobilität", auf das sich Experten beim Euregio-Museumstag 2018 verständigt hatten. Im Zuge der Euregio-Vorstandssitzung in Bozen am 25. September wurde dieses Programm bereits genehmigt, ebenso wie Rahmenbedingungen zu Förderungen für kleinere, teilnehmende Museen.  Am Nachmittag stand bei der Tagung hingegen der Besuch der verschiedenen Maximilian-Sonderausstellungen in Innsbruck am Programm, um das Tagungsthema anhand von Praxisbeispielen zu vertiefen.

(LPA)

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